Über Schisandra (Vitalbeere)

 

Schisandra-Pfeffer

Als Schisandra-Pfeffer bezeichnen wir Samen der Pflanze Schisandra (Schisandra chinensis) aus der Gattung Sternanisgewächse (Schisandraceae). Ähnlich wie die Verwandte Sternanis (Illicium verum) kann Schisandra-Pfeffer in der Küche zu Fleisch- und Fisch-Gerichten verwendet werden.

Andere Namen von Schisandra sind Chinesische Beerentraube, Chinesisches Spaltkörbchen oder Chinesisches Spaltkölbchen, Chinesischer Limonenbaum, häufig auch Vitalbeere.

Schisandra trägt in China den Namen „Wu wei zi“, was im Deutschen „Kraut der 5 Geschmacksrichtungen“ bedeutet, denn die Früchte schmecken 1. süß, 2. sauer, 3. scharf und 4. bitter bis 5. salzig.

Die Pflanze ist in China beheimatet und wird dort seit der Han-Dynastie als Heilpflanze geschätzt. In China werden getrocknete Früchte - täglich über den Tag verteilt gekaut - als Tonikum angesehen. Der Verzehr soll ausgleichend auf Körperfunktionen wirken und die Leber schützen.

Die bisherige Nutzung beschränkt sich auf Früchte und Blätter: Aus den Früchten kann man Saft für vitalisierende Mehrfruchtsäfte oder Marmeladen herstellen, die getrockneten Blätter eignen sich für die Zubereitung von Tee.

Information:

Im Schau- und Lehrgarten an der Grundschule in Gunzenbach wurden reife Früchte von mehreren Pflanzen geerntet. Die Ernte 2012 war recht gut und aus den entkernten Früchten wurde Vitalbeeren-Marmelade hergestellt. Die Marmelade schmeckt leicht würzig, aber nicht scharf. Die den Früchten nachgesagte Schärfe steckt in den Samen.

Die Samen werden gewaschen und getrocknet. Diese schmecken angenehm scharf mit einem leicht bitteren Nachgeschmack. Schisandra-Pfeffer wird nicht anders als weißer Pfeffer gewonnen: Die weißen Pfefferkörner werden nach Entfernung der Samenschale aus reifen Früchten von Echtem Pfeffer (Piper nigrum) produziert.